Projektpartner

Das Diakonieprojekt “Folge deinem Herzen” ist eine Initiative der Katholischen Kirche Vorarlberg.

Bischof Elmar FischerBischof Dr. Elmar Fischer ist überzeugt: “Es lohnt sich, den Gründen den Herzens Gehör undVerstand zu schenken und jener ‘inneren Stimme’ zu vertrauen, die uns immer neu einlädt,Gutes zu tun, Brücken der Solidarität zwischen den Menschen zu bauen.”
“Am Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschluss oder eine große Idee …” (DC 1). Folge deinem Herzen will nicht auf den (moralisierenden) Appell zu mehr Nächstenliebeund diakonischem Engagement bauen, sondern auf die Kraft, die im Berührt-werden durch diebegegnende Not und Bedürftigkeit von zuinnerst her die solidarische Reaktion trägt. Die Erfahrung und das Tun des Samariters in Jesu Erzählung (Lukas-Evangelium, Kapitel 10, Verse25-37) dienen als Urbild.

Für Pastoralamtsleiter Dr. Walter Schmolly ist die neue Initiative “… eine Kampagne der Solidarität. Sie richtet sichPastoralamtsleiter Walter Schmolly an alle Menschen in Vorarlberg in der Absicht zu ermutigen dem von der begegnenden Not berührten Herzen zu folgen. Es ist eine Einladung zu Unterbrechungen zu Gunsten der Achtsamkeit für das ‘Berührt sein’, sowohl in spiritueller wie auch dialogischer Weise. Die Menschen sollen der Frage Raum geben, was es heißen könnte, demHerzen zu folgen.”‘
Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Vernetzung. Begegnende Not führt oft in Ohnmächtigkeit, Betroffenheit und Handlungsunfähigkeit. Eine gute Vernetzung kann den Schritt in die Handlungsfähigkeit unterstützen. Auf diözesan-institutioneller Ebene wird die diakonische Dimension durch die Zusammenarbeit Pastoralamt - Caritas - Schulamt integriert. Auf pfarrlicher Ebene kann das beispielsweise als starke Einbindung der Diakonie in der Liturgie deutlich werden.

Caritas-Direktor Peter Klinger“Mit Folge deinem Herzen”, so Caritas-Direktor Peter Klinger, “wollen wir einer zunehmenden Gefühls- und Sprachlosigkeit in der Gesellschaft gegensteuern. Wir wollen Gastgeber über die kirchlichen Grenzen hinaus sein und richten uns an all jene Menschen, denen es ein Anliegen ist, auf seinen Nächsten aufmerksamer zu werden.” Einen Beitrag zu leisten, Not zu lindern und Ungerechtigkeiten zu beseitigen, ist Aufgabe der Christen und der katholischen Kirche. Die Kirche übernimmt seit jeher eine wichtige Funktion im sozialen Handeln und hat immer wieder dazu beigetragen, sensibel zu machen auf und Herausforderungen der Zeit. Deshalb gehört gesellschaftliches Engagement ebenso zu den Aufgaben der Kirche, wie die Feier der Liturgie und die Verkündigung des Glaubens. Was früher durch Dorfgemeinschaft, Nachbarschaft und in Großfamilien oftmals selbstverständlich funktionierte, wird in der heutigen Gesellschaft zunehmend zum Problem: Menschen, die unbemerkt vereinsamen und in die Armut abrutschen - und damit in Not geraten. Ein soziales Netz durch ein solidarisches Miteinander wird immer dringlicher. Peter Klinger dazu: “Nehmen auch Sie sich einen Vorsatz für das Jahr 2008, wie Sie Ihr ganz persönliches Umfeld menschlicher gestalten können.”

Für Schulamtsleiter Dr. Hans Fink macht “Folge deinem Herzen” sprichwörtlich Schule:finkspiegel185.jpg “Schulen sind auch als soziale Orte zu gestalten und den vielfältigen Aktivitäten und Begegnungen muss Zeit und Raum gegeben werden. Es gilt in der Schule, soziale Tugenden zu fördern, sowie die Dimension des solidarischen Handelns erfahrbar zu machen.” Soziales Lernen ist wesentlich für das Gelingen von Bildung: Hier gilt besonders für den Religionsunterricht, dass die Schülerinnen und Schüler erfahren können, dass sich soziale Probleme besser bewältigen und lösen lassen, wenn die Menschen aus dem Glauben heraus gemeinsam handeln. Dann ist wirksame Hilfe möglich.
Die zentrale Botschaft des Religionsunterrichtes ist die uneingeschränkte Liebe Gottes zu den Menschen, die sie aus den Verstrickungen des Lebens befreit und mit Gott versöhnt.
“Dieses Grundmotiv”, so Hans Fink weiter, “ist das Fundament, das den Dienst Christi begründet. Christus macht sich zum Anwalt der Liebe Gottes. Indem er Kranke heilt, Hungrige speist, Tote auferweckt und selbst vom Tod aufersteht, offenbart der im Dienst an den Menschen Zugewandte damit seine Größe und Herrlichkeit. Daraus folgt: es geht nicht nur um die Sorge dessen, was zum Leben gehört, sondern es geht um das Leben selbst!”