Der Drache Drakan

Redaktion am 26.8.2008

Drachenpuste

von (leider) Unbekannt, BG Dornbirn

Ich, ritt dem riesigen Drachen hinterher mit gezücktem Schwert. So lange hatte ich nach ihm gesucht. Drakan, das war der Name, den wir ihm gaben. Genauso schwarz wie sein Leib. Ich folgte meinem Herzen und so fand ich ihn. Ich sagte zu mir: “So sollte ich es öfter machen…”

Der Drache war ganz nah. Er war aus schwarzem Stahl. Ursprünglich aus normalem, aber sein eigenes Feuer hatte ihn geschwärzt, was nicht unbedingt ein Vorteil war. Ich holte schnell auf. Gleich war es SO weit. Fünf Minuten später war ich am Ziel.

Ich holte aus und schlug mit voller Wucht auf ihn ein. Es fügte ihm nicht den geringsten Kratzer zu. Er drehte sich um und sah mich böse aus seinen gelben Schlitzaugen an. Ich suchte nach einer verwundbaren Stelle, aber ich fand keine. Doch da! Plötzlich sah ich eine abgebrochene Stahlplatte, die sein Herz entblößte. Er schlug mit einer Pranke nach mir. Ich wehrte den Schlag zwar ab, jedoch war seine Kraft so groß, dass es mich zwei Meter nach hinten warf. Ich rappelte mich auf und rief: ,, Jetzt stirbst du!”

Mein Schwert blitzte im Licht der Sonne auf, als ich es zum Schlag erhob. Drakan blickte mich nach einmal hasserfüllt an und versuchte den Schlag abzuwehren, doch vergebens. Mein Schwert traf sein Ziel und Drakan kippte tödlich verwundet nach hinten. Er zuckte noch eine Weile, doch dann war Ruhe. “Das Monster, das zehn Jahre lang mein Dorf terrorisiert hat, endlich ist es tot.” stach ihm zur Sicherheit noch das Herz aus seinem schwarzen Leib.

Kein einziger Tropfen Blut kam aus seinem Körper. Ich packte das Herz in einen Beutel und kehrte zurück nach Hause. Ich dachte, ohne Herz würde er nie wieder auferstehen, wie in den Sagen immer erzählt wird, doch das war keine gute Idee: Es würde noch ein böses Ende nehmen.

Wir schrieben das Jahr 1486 und hier wurden immer große Feste veranstaltet. Nach zwei Tagen des Feierns nahm das Schicksal seinen Lauf. Ich wusste nicht, wie das ging, aber aus irgendeinem Grund stand der riesige Drache wieder auf und wollte nur noch eins: Der Spur seines Herzens zu folgen und denjenigen finden, der sein Herz herausgeschnitten hatte. Er breitete seine riesigen Schwingen aus und erhob sich in die Lüfte. Etwa eine Stunde später hatte er sein Ziel erreicht. Er sah von oben auf das Dorf herab.

Da erblickte er mich auf der Straße und ich sah zu ihm hoch. ich konnte es nicht begreifen, warum er noch lebte. Aber ich reagierte sofort: Mein als ich vorher besessen hatte. Mein Job war anstrengend und gefährlich, aber ruhmreich. Im Laufe meines restlichen Lebens besiegte ich auch einige andere potenzielle Feinde, die mein Dorf bedrohten. Doch der stärkste Gegner, den ich je besiegt hatte, war Drakan, der Wiedergeborene.
Meine Kraft entwickelte sich weiter durch die Metallproben, die wir Drakan entnahmen. Wir schmiedeten viel stärkere Waffen und Rüstungen, machten viel Gold durch den Export der Waffen und konnten nun jeden Metalldrachen mit Leichtigkeit besiegen. Mein erster Schritt gegen unsere Feinde brachte großen Wohlstand über unser Dorf.

Eines Tages kam ein Händler zu uns. Die kamen oft von weit her gereist. Es erklärte uns: “Ich komme, um eure Waffen zu kaufen. Eure Waffen sind bekannt für ihre Treffsicherheit, Widerstandsfähigkeit und ihre Schärfe. Ich komme von weit her und möchte nicht ohne Einkauf nach Hause kehren!”

Von diesem Tage an begannen wir einen Hafen anzulegen und Handelsschiffe zu bauen. Damit machten wir natürlich noch mehr Gold. Andere Dörfer in der Umgebung konnten sich nun selbst verteidigen. Ja, wir lebten von nun an glücklich und friedlich bis ans Ende unserer Tage.

Ich weiß nicht, ob das Dorf heute noch steht, aber es war in der Tat glorreich. Und das alles passierte, weil ich auf mein Herz gehört hatte und ihm gefolgt war.

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