Wandlung zum inneren Himmel

Rainer Juriatti am 16.7.2008

Wandlung zum inneren Himmel

Ausgebildet ist er in Initiatischer Therapie, in Flussreflexzonen-Therapie, in Integrativer Tanz- und Bewegungstherapie, in Stimmpädagogik, in Sprachgestaltung, und in vielem mehr. Seine Publikationen sind vielfältig, sowohl methodisch wie auch inhaltlich. Eine Flut von Schriften, eine ebenso große Flut von Tonband-Kassetten-Aufnahmen, CDs, ja sogar Videos und DVDs sind von ihm zu haben. Die Flut seiner Gedanken und Geschichten scheint kein Ende zu kennen, sein Fleiß und die Aufwendung vieler Stunden zur Weiterbildung und -entwicklung scheinen endlos: Gerhard M. Walch.

Im letzten Jahr brachte der Bucher Verlag Hohenems “Wandlung zum inneren Himmel” heraus. Für österreichische Verhältnisse in relativ hoher Auflage, 3000 Stück. Inhaltlich spannt sich der Bogen ebenso vielfältig, wie das gesamte Oeuvre des Vorarlberger Künstlers. In Kapiteln wie “Frieden”, “Der Einzelne und die Gemeinschaft”, “Vergänglichkeit und Leben” bis hin zu “Der Bereich des Göttlichen”, “Unio Mystica” und vielen Abschnitten mehr sind seine Überlegungen zu dieser Welt und vor allem, worauf sie hinweist, zu lesen. “Nur Wandlung ist beständig”, lautet eine der Hauptüberschriften und “Der Himmel ist in dir”, eine poetische Sicht auf unsere Leben versprechend.

Gedichte, Texte, Fotografien. Dieser kurze Hinweis, dem Buch mitgegeben als Untertitel, führt den Leser in eine Werkschau - das Wort “Buch” allein wäre nicht angebracht - des Vorarlberger Kunstschaffenden. Von der Sinnfindung ist darin zu lesen, vom Göttlichen dabei, von einer möglichen Wandlung, “denn nur die Wandlung ist beständig”, wie gesagt. Ein Beispiel:

Be-Ruf-ung zum neuen Menschen

Von Anfagn an hast Du uns schon gerufen.
Vom Ursprung her erschallt Dein ewges Wort.
An alle, die zum ewgen Sein gerufen,
ertönt es weiterhin und immerfort.

Doch meist bist Du ein Rufer in der Wüste,
nicht nur weil Du so selten wirst gehört.
Wer geht schon selber gerne in die Wüste
und weilet darin weiter unbeschwert?

Doch wer nicht scheut das Nichts der Wüsten-Stille,
dem öffnet sich von selbst sein innres Ohr
und ganz gemäß es ewgen Rufers Wille
tritt aus ihm selbst der neue Mensch hervor.

Man braucht Zeit, viel Zeit, um dieses Werk studiert zu haben. Manche Leserin, mancher Leser wird vielleicht nicht nur erholt zurückkehren an den Arbeitsplatz, nach den Ferien, möglicherweise auch ein Stück “gewandelt”.

Gerhard M. Walch, “Wandlung zum inneren Himmel”, 315 Seiten, 24 Euro, Bucher Verlag Hohenems, 2007, ISBN 978-3902525673.

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