Der Geist des Herrn erfüllt das All

Dietmar Steinmair am 11.5.2008

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(Im Bild eine Detailaufnahme der größten Kirchenorgel der Welt im Dom von Passau)

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Der Geist des Herrn erfüllt das All mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal, er läßt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht
erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.

Der Geist des Herrn erweckt den Geist in Sehern und Propheten,
der das Erbarmen Gottes weist und Heil in tiefsten Nöten.
Seht, aus der Nacht Verheißung blüht;
die Hoffnung hebt sich wie ein Lied
und jubelt: Halleluja.

Der Geist des Herrn treibt Gottes Sohn, die Erde zu erlösen;
er stirbt, erhöht am Kreuzesthron, und bricht die Macht des Bösen.
Als Sieger fährt er jauchzend heim
und ruft den Geist, daß jeder Keim
aufbreche: Halleluja.

Der Geist des Herrn durchweht die Welt gewaltig und unbändig
wohin sein Feueratem fällt, wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.

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Zu den bedeutendsten Kirchenlieddichtern des vergangenen Jahrhunderts gehört Maria Luise Thurmair (geb. 1912 in Bozen, gest. 2005 beim München). Zur Melodie von Melchior Vulpius (1570-1615) schrieb sie 1941 den Text zu diesem bekannten Pfingstlied (Gotteslob Nr. 249).

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Ein Kommentar zu “Der Geist des Herrn erfüllt das All”

  1. Wolfgang Somary sagt:

    Ein grossartiges Gedicht, das ich mit Kindern und Enkeln singen will.