Lösung per Infusion

Redaktion am 19.3.2008

Exit Abendessen

Beim Essen mit Exit

In der Karwoche. Zunächst steht der Tod bevor. Wie eine Schleuse. Hinein in das Unausweichliche jeden Lebens. Dann Erlösung. Befreiung. Hinein in die Verheißung. Der Tod wird negiert. Wird verschoben. Möglichst lange. Wird kaum ersehnt. Und dann doch, für viele Menschen am Schnittpunkt zwischen Hier und Dort. Viele ersehnen den Tod. Sie sehen sich befreit von der Geißel des Lebens. Einer von uns war beim Abendessen. Mit dem Vertreter eines Vereines, der beim Sterben hilft. Nicht passiv, zuwendend, lindernd, abwartend. Nein, nicht passiv. Aktiv. Wer den Tod ersehnt, bekommt dort Hilfe. Ich frage, ob er darüber schreiben mag. Er schreibt. Am Ende möchte er es nicht veröffentlicht haben. Aus Angst. Aus Vorbehalten gegenüber jenem, mit dem er Essen war. Der gerne den Tod bringt. Er könnte den Text im Internet entdecken. Nicht zu veröffentlichen ist auch ein kleiner Tod. Es soll so sein. Ostern kommt bestimmt. Und damit Mut, Zuversicht, vielleicht auch ein bisschen Wagemut. Dann wird irgendwann veröffentlicht.

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