Menschen wie du und ich

Redaktion am 27.2.2008

Kinder Asyl

In der Fremde aufgenommen werden

Die Aufgabe Asylwerber im Land zu betreuen, übernimmt seit Jahren die Caritas Vorarlberg. Genauer gesagt, die Flüchtlingsbetreuer der Caritas. Einer von ihnen ist Neven Trobonjaca. Er kümmert sich um Asylwerber im Haus Abraham in Feldkirch. “Die meisten kommen aus einem ganz anderen kulturellen Umfeld. Ihnen zu helfen, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden, ist eine sehr komplexe Aufgabe.”

Aber auch eine sehr schöne: “Die Menschen sprechen immer von Asylanten und Fremden, aber man darf dabei nicht vergessen: Es sind ganz normale Menschen wie Du und Ich. Sie benötigen nur ein wenig Unterstützung. Das ist alles, was sie von uns unterscheidet”, so Trobonjaca.

Bei der Flüchtlingsarbeit ist es nicht damit getan, die Grundversorgung sicherzustellen. “Während das Asylverfahren läuft, dürfen Asylwerber nicht arbeiten. Es ist frustrierend, wenn man den ganzen Tag nichts zu tun hat”, so Trobonjaca. “Mir war es wichtig, etwas dagegen zu unternehmen. Ich wollte ihnen helfen, dass sie die Gelegenheit bekommen, etwas zu erlernen und einen geregelten Tagesablauf bekommen.” Schon vor Jahren wurde eine Tischlerwerkstatt im Haus Abraham eingerichtet. “Dort konnten die Flüchtlinge ein Handwerk erlernen.” Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die psychosoziale Betreuung der oftmals traumatisierten Menschen.

Das “Haus Abraham” ist eines der fünf größeren Flüchtlingshäuser der Caritas in Vorarlberg, 46 Menschen - großteils aus afrikanischen Staaten, wie Nigeria, Somalia und Kongo, aber auch aus Sri Lanka und der Mongolei - finden dort ein vorübergehendes Zuhause. Insgesamt werden von der Caritas landesweit rund 1.000 AsylwerberInnen betreut.

Elke Kager

2 Kommentare zu “Menschen wie du und ich”

  1. nemo sagt:

    macht man hier was gegen die bzö-vorarlberg aktion ? außer schöne bildle?

  2. Daniel Furxer sagt:

    Lieber Nemo, ich glaube dass man die BZÖ nicht mit politischen Beschimpfungen und Demos bekämpfen kann. Man nimmt ihnen den Wind aus den Segeln, indem man sich den Schwachen der Gesellschaft zuwendet und sich um sie kümmert. Damit zeigt man der BZÖ, dass ihr Weg der Falsche ist, und dass nur ein Miteinander, nicht aber ein Ausgrenzen und sich bekämpfen ans Ziel führen kann. Genau das Positive passiert bei der Caritas-Flüchtlingshilfe.