Manchmal ist es so schwierig nichts zu tun

Redaktion am 18.2.2008

Sozialpate 2

Sozialpaten im Einsatz

“Ich habe das Gefühl, dass meine Nachbarin dringend Hilfe bräuchte. Seit einiger Zeit ist sie alleine und ich sehe sie kaum noch. Bei ihr zu läuten und zu fragen wie es ihr geht - das traue ich mich nicht. Wie hilfreich wäre es, wenn es Menschen gäbe, die für solche Aufgaben geschult sind, und die ich um diese Unterstützung bitten könnte.”

Der Pfarrer erfährt von Menschen in der Pfarre, die in Not geraten sind. Er bittet die Sozialpatin/den Sozialpaten sich dieser Menschen anzunehmen, sie zu begleiten, Kontakte zu knüpfen, sie mit den dafür notwendigen Informationen zu versorgen, ihnen einen Zeit lang auf ihrem Weg beizustehen.
Sozialpat/innen sind Wegbegleiter auf Zeit, hören zu, geben Tipps, vermitteln zu Fachstellen, bauen Brücken. Sie stärken die Betroffenen auf ihrem Weg.

Die Klassenlehrerin/ der Klassenlehrer weiß von einer Familie, die Unterstützung in der Hausaufgabenhilfe braucht. Die Schule steht in Kontakt mit den Sozialpaten, die in der Gemeinde tätig sind.
Sozialpat/innen kennen die Möglichkeiten Vorort und können der Familie mit Rat und Tat beistehen und ihnen die notwendige Unterstützung vermitteln.

Letzthin meinten ein Pfarrer und ein Bürgermeister, dass es für die Pfarre und die Gemeinde hilfreich wäre, wenn Menschen für mehr Miteinander unterwegs wären. Wenn es ein Netz von Menschen gäbe, die sich für solche und ähnliche Fälle einsatzbereit wären. Menschen, die mit wachem Auge unterwegs sind, Menschen die die Netzwerke Vorort kennen und somit Tipps und Informationen weitergeben könnten.

Und wenn ich es mir überlege - so ein Mensch könnten Sie auch sein.

Ulrike Amann

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, kommen Sie zum Informationsabend am Dienstag, 19. Februar 2008 um 19.00 Uhr ins Pfarrheim im Rohrbach.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ulrike Amann, 05522/200-1067 oder per mail an sozialpate@caritas.at

Ein Kommentar zu “Manchmal ist es so schwierig nichts zu tun”

  1. Susanne sagt:

    Hallo Ihr Lieben, ja das ist wirklich ein Thema, es gibt Menschen die Wohnen in großen Häusern zusammen und niemand aber auch niemand interessiert sich dafür, wie es anderen geht, manchmal sterben die Leute in den Wohnungen und nur weil es einen Geruch angenommen hat, schaut man nach..Muss sich selbst ein toter Mensch so aufmerksam machen und wahrgenommen zu werden, wie man sagt da stinkt doch was nicht, nein es heißt wohl da stimmt wohl was nicht…
    Kinder verhungern, werden Missbraucht geschlagen und niemand hat etwas gemerkt, erst nachdem die Schreckensnachricht im TV breitgetreten wird..Ach sagt man dann, das war doch gleich gegenüber..?????? wie schlimm, und dennoch versuchen Menschen zu sehen, und nicht nur zu richen, dass da etwas faul ist…lasst uns alle daurauf schauen, was andere tun, nicht bösartig hinter den Gardinen, sondern aufmerksam, etwas merken bevor es zu spät ist..denn morgen können wir es seien, die da liegen, oder sitzen. Einsam und verlassen, hilflos ohne LEBENS-mut oder mit der Freude gebraucht zu werden und gesehen zu werden www.seelensofa.com kümmert sich darum..vielleicht auch Du, mach mit..Gruß Susanne und Gottes Segen für all die die nicht weggucken…