Archiv für März, 2008

Karsamstag

Rainer Juriatti am 22.3.2008

karsamstag 2

Schweigen. Karsamstag. Und es bleibt Nacht, den ganzen Tag über. Windstill. Ruhe. Warten. Schweigen. Karsamstag. Schweigen.

Comments Off

Karfreitag

Sr. Clara Mair am 21.3.2008

 Jesus am Kreuz

“Ecce homo!” - “Seht, welch’ ein Mensch!”

Durch die Jahrhunderte hat sich mit dem Anblick des in unmenschlicher Weise leidenden Jesus ein Ausruf verbunden: “Ecce homo!” - “Seht, welch’ ein Mensch!”

Einer gegen den man mit ungeheuerer Rohheit vorgegangen ist;
einer, dem man die Unversehrtheit von Leib und Leben aufs Gröbste verletzt hat;
einer, dem tiefe Wunden geschlagen wurden - bis hin zum Tod.

Comments Off

Endlich frei

Petra Steinmair am 20.3.2008

fesseln380.jpg

Zum letzten der Sieben Werke der Barmherzigkeit

Gefangene befreien – das siebte Werk der Barmherzigkeit in unserer Reihe macht mich nachdenklich. Da gibt es die unzähligen, auf verschiedenste Weise Gefangenen, auf die Elmar Simma in seinem neuen Buch „Der geschenkte Morgen“ hinweist: Jene, die verfolgt und eingesperrt wurden, weil sie sich für die Menschenrechte stark gemacht haben, jene die gefangen sind in einer unheilbaren Krankheit oder in ungerechten gesellschaftlichen Verhältnissen.

Aber dann frage ich mich: sind wir nicht alle immer wieder irgendwie Gefangene?

Der Mensch ist, was er isst

Rainer Juriatti am 20.3.2008

 broetchen_christophsimma.jpg

Gründonnerstag - Erfahrungselement

Vor mir liegt ein Bild, auf dem ein Paar einander gegenübersitzen, miteinander ein Eis essen, einander in die Augen sehen - zwei sehr fröhliche Gesichter und ein Text, der mich zum Kern der Kommunikation - des Kommunizierens hinführen: “Zusammensitzen, konzentriert zuhören, selbst offen reden dürfen, gemeinsam etwas essen, ein Glas trinken … das verbindet. Menschen finden zueinander, Menschen erkennen sich.”

Comments Off

Lösung per Infusion

Redaktion am 19.3.2008

Exit Abendessen

Beim Essen mit Exit

In der Karwoche. Zunächst steht der Tod bevor. Wie eine Schleuse. Hinein in das Unausweichliche jeden Lebens. Dann Erlösung. Befreiung. Hinein in die Verheißung. Der Tod wird negiert. Wird verschoben. Möglichst lange. Wird kaum ersehnt. Und dann doch, für viele Menschen am Schnittpunkt zwischen Hier und Dort. Viele ersehnen den Tod. Sie sehen sich befreit von der Geißel des Lebens. Einer von uns war beim Abendessen. Mit dem Vertreter eines Vereines, der beim Sterben hilft. Nicht passiv, zuwendend, lindernd, abwartend. Nein, nicht passiv. Aktiv. Wer den Tod ersehnt, bekommt dort Hilfe. Ich frage, ob er darüber schreiben mag. Er schreibt. Am Ende möchte er es nicht veröffentlicht haben. Aus Angst. Aus Vorbehalten gegenüber jenem, mit dem er Essen war. Der gerne den Tod bringt. Er könnte den Text im Internet entdecken. Nicht zu veröffentlichen ist auch ein kleiner Tod. Es soll so sein. Ostern kommt bestimmt. Und damit Mut, Zuversicht, vielleicht auch ein bisschen Wagemut. Dann wird irgendwann veröffentlicht.

Comments Off

Seite