Archiv für Februar, 2008

Herzenswünsche

Rainer Juriatti am 7.2.2008

Herzenswünsche

Aussprechen, was das Herz dir sagt

Zwei Gottesdienste prägen den Abend des Aschermittwochs. Eine Frau ist gestorben, nur wenige Minuten habe ich Zeit, dem Gottesdienst beizuwohnen. Parallel nämlich findet der erste pfarrliche Auftakt der Aktion “Folge deinem Herzen” statt.

Die kleine Kirche Herz Mariae in Bludenz ist gut gefüllt, Pfarrer Peppino Bertsch erinnert an die Schwelle, über die wir am Aschermittwoch gehen. Aus der lauten Zeit hinein in die leise.

Aschenkreuz und Fastensuppe

Rainer Juriatti am 7.2.2008

Asche

Besinnlicher Auftakt der Fastenzeit mit Bischof Elmar

Voller Klarheit kommt sie mir entgegen, die Kapelle im Kapuzinerkloster in Bregenz. Langsam finden sich die BesucherInnen der Besinnungsstunde

unserer willkommenen Unterbrechung des Alltags, im kleinen Innenhof ein. In einer Schale glimmt ein Feuer, Rauch steigt auf. Erinnerung an jene Asche, die uns meint. Bischof Elmar Fischer spricht vom Barmherzigen Samariter. Dann legt er das Aschenkreuz auf. Klänge des Saxophons begleiten uns durch die wenigen Momente der Ruhe und Besinnung.

Autofrei dem Herzen folgen

Rainer Juriatti am 7.2.2008

Autofasten

Die Karre einfach stehen lassen

Neulich habe ich zum erneuten Mal tief in die Tasche greifen müssen. Der Service hat mich 368 Euro gekostet. 368 Euro! Man stelle sich das vor. Jeden Jänner kaufe ich mir um 360 Euro die Jahreskarte beim Verkehrsverbund, weil ich seit Jahren zur Arbeit pendle - mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ganze Jahr fahr ich mit der Karte, das ganze Jahr! 368 Euro! Für das bisschen Service und Pickerl.

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Aus dem Vollen schöpfen

Rainer Juriatti am 6.2.2008

Suppe

Aus der Fülle in den Verzicht?

Jedes Jahr schwappen wir aus der Umtriebigkeit des Faschings - der mich ganz fesselt und begeistert - hinein in die Depression der Fastenzeit. Mit einem Schlag nämlich sind die Masken abzulegen. Mit einem Schlag nämlich enden die Trommelwirbel der Guggamusiker. Mit einem Schlag weichen die Faschingsvorhaben, die Maskierungsideen, die süßen Versuchungen der Entbehrung. Und so sehe ich mich jedes Jahr wieder stehen unter massig Prominenz. Im Landhaus stehen wir bescheiden Schlange und schöpfen aus dem vollen Suppenkessel der Katholischen Frauenbewegung. Essen Brot dazu und ich höre alljährlich wieder mein Magenknurren.

Hoffnungsblicke über den Fasching hinaus

Rainer Juriatti am 5.2.2008

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An der Schwelle zur Fastenzeit

Und - wo lebst du? hörte ich vor einigen Wochen einen Jugendlichen den anderen fragen. Ich lebe mein eigenes Leben, antwortete der, wohne aber noch bei meinen Eltern. Die beiden lachten. Und ich mit ihnen. Den Blick geweitet, dachte ich. Nach vorne gerichtet. Nichts anderes signalisierte diese Antwort. Voller Erwartung auf das Kommende. Auf den entscheidenden Wechsel vielleicht. Hinein in ein neues Leben, inklusive einer eigenen Welt, in der gewohnt wird.

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