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Ostern: Freudentanz im Labyrinth des Lebens

Sr. Clara Mair am 23.3.2008

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„Jesus ist auferstanden. Er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja!“ - Ostersonntag, Joh 20,1-18

Die kirchliche Tradition kennt seit Jahrhunderten einen bewegenden Ausdruck für diese österliche Freude: Es ist der Tanz. In französischen Kathedralen wurde im Mittelalter im Anschluss an den Ostergottesdienst der Tanz durch ein Labyrinth aufgeführt. Der Bischof der Kathedrale von Chartres durchtanzte mit den Klerikern das große Mosaik-Labyrinth, das im Fußboden der Kirche heute noch zu sehen ist. Er warf den Priestern dabei immer wieder einen goldenen Ball zu. Dieser sollte die Ostersonne darstellen, die durch die Auferstehung Jesu über unseren Wegen leuchtet. Dabei wurde der alte Osterhymnus gesungen: „Der Heiland ist erstanden!“

Karfreitag

Sr. Clara Mair am 21.3.2008

 Jesus am Kreuz

“Ecce homo!” - “Seht, welch’ ein Mensch!”

Durch die Jahrhunderte hat sich mit dem Anblick des in unmenschlicher Weise leidenden Jesus ein Ausruf verbunden: “Ecce homo!” - “Seht, welch’ ein Mensch!”

Einer gegen den man mit ungeheuerer Rohheit vorgegangen ist;
einer, dem man die Unversehrtheit von Leib und Leben aufs Gröbste verletzt hat;
einer, dem tiefe Wunden geschlagen wurden - bis hin zum Tod.

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Hosanna dem Sohne Davids!

Sr. Clara Mair am 16.3.2008

Palme

Palmsonntag, Mt 21,1-11

Hosanna dem Sohne Davids!
Gepriesen, der kommt im Namen des Herrn,
der König von Israel. Hosanna in der Höhe!
Mt 21,9

Komm, Geh mit!

In der Passions- bzw. Karwoche stellen wir uns den Leidensweg, den Jesus gegangen ist, vor Augen. Von seinem Einzug in Jerusalem an über seine Gefangennahme und Verurteilung bis zu seinem Tod.

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Die Auferweckung des Lazarus

Sr. Clara Mair am 9.3.2008

 Lazarus

5. Fastensonntag, Johannes 11,1-45

“Da kam der Verstorbene heraus (aus dem Grab); seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!”

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Von der “Gewohnten Blindheit” zum Aufbruch

Sr. Clara Mair am 2.3.2008

Blinde

4. Fastensonntag: Joh 9,1-41

Ein beklagenswerter Mann sitzt da und bettelt. Jahraus, jahrein, werktags und feiertags. Der Mann ist blind. Seit seiner Geburt, also schon immer. Das ist angeblich Gottes Wille. Das ist, so meint eine weitverbreitete, unbarmherzige Theologie, die Strafe für einen Verstoß gegen Gottes Ordnung, den wahrscheinlich seine Eltern begangen haben, so dass er blind geboren wurde. Damit ist Gottes Ordnung wiederhergestellt. Also muss er blind sein und blind bleiben. Weil das ins Weltbild passt, gehört der Blinde zum Stadtbild. Man nimmt ihn gar nicht mehr wahr.

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